In epischer Breite ...



ENFP 

In fremden Worten

 

 

«ENFPs haben eine natürliche Begabung mit den unterschiedlichsten Menschen zusammen zu arbeiten. Aufgrund ihrer geistigen Beweglichkeit können sie in einer Vielzahl von Bereichen tätig sein und sind überdies in der Lage scheinbar mühelos mehrere Projekte nebeneinander zu jonglieren.»

(http://bewusst-jung.net/enfp/)

 

 

«ENFPs sind sehr unabhängig, und vielmehr als Stabilität und Sicherheit streben sie nach Kreativität und Freiheit.»

(https://www.16personalities.com/de/enfp-personlichkeit)

 

 

«Die ideale Arbeitsumgebung eines ENFP Typs fördert und belohnt Kreativität, unterstützt Teamarbeit und bietet Gelegenheiten, mit unterschiedlichen Menschen zu arbeiten, vor allem, um diese zu unterstützen und in ihrem Wissen zu fördern. ENFP Menschen neigen zu Tätigkeiten im Bereich Coaching und persönliche Entwicklung sowie Lehr- und religiösen Berufen oder künstlerisch-kreativen Berufen.»

(https://www.opp.com/de-DE/tools/MBTI/MBTI-personality-Types/ENFP)

 

«Aktivisten sind mehr als nur gesellige Publikumslieblinge. Ihre visionäre Natur ermöglicht es ihnen, mit Neugier und Energie zwischen den Zeilen zu lesen. Sie neigen dazu, das Leben als ein großes, komplexes Puzzle zu sehen, in dem alles miteinander verbunden ist. Persönlichkeitstypen in der Analytischen Rollengruppe nehmen dieses Puzzle als eine Serie von systembedingten Abläufen wahr. Aktivisten hingegen sehen das Puzzle durch ein Prisma von Emotion, Mitgefühl und Mystik und sind immer auf der Suche nach einer tieferen Bedeutung.

 

Der Unabhängigkeitssinn von Aktivisten ist leidenschaftlich, und sie streben viel mehr nach Kreativität und Freiheit als nach Stabilität und Sicherheit.

Menschen anderer Persönlichkeitstypen finden diese Eigenschaften wahrscheinlich beneidenswert. Wenn Aktivisten eine Sache gefunden haben, für die sie sich begeistern können, bringen sie eine Energie auf, die sie oftmals ins Rampenlicht befördert, und sie werden dann von ihren Mitmenschen als Führer und Gurus betrachtet. Dies ist aber nicht immer die Rolle, in der sich die unabhängigkeitsliebenden Aktivisten befinden möchten. Aktivisten finden es besonders schwer, die Kleinarbeit und routinemäßigen Aufgaben zu bewältigen, die eine Führungsposition mit sich bringt. Das Selbstwertgefühl der Aktivisten hängt von ihrer Fähigkeit ab, originelle Lösungen zu finden, und es ist wichtig, ihnen Freiraum zur Innovation zu gewähren. Wenn sie in einer monotonen Rolle gefangen sind, werden sie sehr schnell bedrückt und frustriert.»

(https://www.16personalities.com/de/enfp-personlichkeit)

 

 


In eigenen Worten

Kind der 80er 

Magie und Science-Fiction

 

Ich liebe die 80er, für mich eine Zeit voller Magie und Science-Fiction, toller Musik und kreativer Menschen. Als Fan von Serien wie He-Man und She-Ra, Knight Rider, Bravestarr, Ghostbusters, Bim Bam Bino, Star Trek und wie sie alle hießen, wuchs ich mit der Mischung aus Magie und Science-Fiction auf. Eine Kombination, die man zuvor nur aus Star Wars kannte. Technik und Magie verschmolzen, da gab es plötzlich keine Grenzen mehr, alles war denkbar und genau das faszinierte mich. 

 

 

Weltenbastler

Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt

 

Schon früh hatte ich den Drang, mir Dinge auszudenken. Ich erschuf mir eine Welt der Magie im Apfelhof meines Großvaters, wo aus den Birken ein magisches Schloss und aus dem Bewässerungsgraben ein geheimes magisches Dimensionstor wurde. Auch damals schon wollte ich alles umgestalten und neu erfinden. So auch die Serien, die ich als Kind so gerne schaute. Ich wollte meine eigenen Stories schreiben und verfilmen... Diesen Drang habe ich auch heute noch; ich schreibe Geschichten (meistens für meinen Unterricht), gestalte und schreibe mein eigenes Lehrbuch, drehe kurze Filme und Musikvideos, schreibe eigene Lieder und singe dazu. Meistens ist es eine 1-Mann-Show und ich mache alles selbst.

 

Wäre meine mathematische Inkompetenz nicht so groß, ich würde wahnsinnig gerne komplexeste Computerprogramme schreiben – es reicht jedoch nur für Delphi-Anwendungen im Verwaltungsbereich.

 

Ich bin ein Weltenbastler, der gerne die Welt um sich herum neu gestalten will und sich manchmal wünscht, das Rad neu zu erfinden. 

 

Mehr über den Weltenbastler

 

 

Sprachen

sind meine Passion

 

Mich in anderen Sprachen so zu bewegen, als wäre es meine Muttersprache, das wurde zu meinem Traum als ich 14 war. Meine Identität maskieren, so tun als wäre ich jemand anderes. Klar ist das Ziel hoch gegriffen, dennoch trieb mich der Ehrgeiz. Ich spreche heute fließend Englisch und Schwedisch, darüber hinaus spreche ich Norwegisch und ein wenig Dänisch, bin völlig fasziniert von Färöisch und Isländisch, daher großer Fan von Eivør. Französisch war damals mein bestes Fach, neben Englisch. Heute ist es jedoch etwas eingerostet und müsste mal wieder trainiert werden. Latein und Spanisch habe ich zusätzlich belegt, wobei mir Latein nicht so sehr gefiel, da ich fand, dass man es ganz anders aussprechen sollte. Und so habe ich auch da meine eigene Leseart entworfen – ja, ich war ein Nerd, so what ? J Ich wollte es aber sprechen können und das war nie Ziel des Unterrichts...In den USA gibt es einen Lehrer, der Latein als Sprache unterrichtet, das wäre etwas für mich gewesen...

 

Als Kind und Jugendlicher habe ich natürlich auch angefangen, mir meine eigene Sprache auszudenken, es gibt heute Grammatik-Erläuterungen, Vokabellisten, Tagebücher und sogar eigene Schriftzeichen, mit denen ich damals Briefe mit anderen Eingeweihten ausgetauscht habe – und ja, ich habe es auch einmal zum Schummeln in einer Chemie-Klausur benutzt. Die Strukturformel eines Moleküls, das ich mir nun wirklich nicht merken konnte, zierte in fremden Lettern meine eh vollgeschmierte Federtasche.

 

Das Erfinden einer künstlichen Sprache hilft zudem enorm dabei, die Struktur von Sprachen allgemein zu begreifen, dient aber hauptsächlich als Bestandteil meiner Sci-Fi-Geschichte, die ich mit 14 angefangen hatte zu schreiben.

 

hier gibt es mehr zu dem Projekt "Imperium des Lichts"

 

Sprachen sind das Tor zur Welt und der Zugang zu Wissen. Man kann Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten, kulturelle Unterschiede entdecken und sich austauschen. Sprachforschung und Linguistik haben mir daher im Studium viel Spaß gemacht und haben mir viel Wissen beschert, mit dem ich heute meinen Unterricht gestalten kann.

 

Mathematik

mein Kryptonit

 

Hand aufs Herz, ganz ehrlich und unverblümt: Mathematik ist mein Kryptonit -  ich hasse es sogar, wenngleich ich es schon gerne beherrschen würde. Mein Gehirn ist aber leider nicht kompatibel mit Mathe. Diverse innere Blockaden und Abwehrreaktionen bauen sich auf, wenn ich mathematische Formeln sehe und lösen soll, der Spaßfaktor ist einfach nicht da. So sehr ich mich auch anstrenge, ich brauche unglaublich lange, um mathematische Aufgaben zu lösen. Meistens verunsicherte mich meine Inkompetenz dann so sehr, dass ich mir selbst nicht glaubte, dass 3+3 doch 6 ergebe und nicht etwa 9! Der Taschenrechner gab mir schlussendlich recht, meine Zeit in den Prüfungen war damit jedoch stark strapaziert, musste ich doch all diese winzigen Rechenschritte überprüfen, weil ich mir selber nicht zutraute richtig zu rechnen. Wie mächtig doch Selbstzweifel sein können. Hatte ich auch die richtigen Zahlen in den Taschenrechner eingegeben? Lieber nochmal prüfen...Oh ja...

 

So wurden mir nach Matheprüfungen die Hefte immer auf den Tisch geknallt mit dem strafenden Kopfschütteln des Lehrers, der bereits sämtliche Hoffnung in mich aufgegeben hatte. Er hatte die Herausforderung leider nicht angenommen, ich kann es ja verstehen. Aber wenn es ihm gelungen wäre, mir Mathe beizubringen, wäre er wohl ein wirklich guter Lehrer gewesen. 

 

...Tja, nun könnte man mir unterstellen, dass ich also mit problemlösendem, logischem Denken so meine Schwierigkeiten hätte, dem ist aber nicht so! Das Problem mit der Mathe-Schwäche ist, dass ich jemand bin, der Dinge verstehen muss, um sie reproduzieren zu können. Natürlich kann ich stumpf Formeln auf etwas anwenden und das ausrechnen - mit Taschenrechner versteht sich - aber das half mir nie! Ich wollte verstehen, warum z.B. die binomischen Formeln über die PQ-Formel gelöst werden konnten. Ich wollte verstehen, wie man darauf kommt und es nicht einfach nur hinnehmen als "gottgegeben".  Diese Gier nach dem Zusammenhang und dem System dahinter stand mir im Weg. Ich war nicht begabt genug, um solch komplexe mathematischen Herleitungen in ihren Grundfesten zu verstehen und zu reproduzieren, brauchte dieses aber, um damit arbeiten zu können. Transferleistung, nicht Reproduktion...

 

Ich habe  eine schnelle Auffassungsgabe und eine gehörige Portion Intuition erhalten, ich will Dingen auf den Grund gehen, verstehen "was die Welt im Inneren zusammenhält", wie Faust von Goethe. Bei Mathe ging das nicht!

 

Ich glaube, Mathe ist auch deswegen nichts für mich, weil alles so determiniert ist. Es gibt keinen Raum für Interpretation, keine Fantasie und keine Möglichkeit Individualität dort hineinzubringen. Etwas Neues erfinden kann man dort nur, wenn man ein Genie wie Einstein und Co. ist. Dabei kann man mit Mathe so viel erreichen, schade, dass ich es nie so gelernt habe. 

 

 


Weltenbauer

Ich mach mir die Welt,

wie sie mir gefällt

 

Es gibt viele berühmte Beispiele für Weltenbastler: Tolkien, Erfinder von Mittelerde, Gene Roddenberry mit seinem Star Trek, George Lucas und sein Star Wars sowie James Camron mit Avatar. 

 

Ein Weltenbastler ist ein Mensch, der sich Welten ausdenkt, umbaut oder gestaltet. Dies kann unterschiedlich intensiv ausgeprägt sein, so werden Landkarten, Sprachen, Geschichten und ganze Historien von Völkern und Planeten, Schulsystem etc. geschaffen, um diese Welt zu füllen. Häufig dienen diese Welten der Umsetzung eigener Konzepte und Ideen, die in der Realität nicht vorkommen. Wer sich ein Schulsystem ausdenkt, tut dies vielleicht, weil er eine Idee hat, wie es anders gehen kann. Er wird sicherlich nie gefragt werden, wenn es darum geht, das Schulsystem zu reformieren, aber er hat diesen kreativen Output, den er loswerden will, eventuell sogar muss. Ein Weltenbauer gibt sich völlig in seine Welt und gestaltet sie aus, das kann Jahre so gehen. Beispiele sind: Tolkien, Gene Roddenberry, George Lucas usw. Weltenbauer sind besonders kreativ und einfallsreich.

 

Der Weltenbastler in mir

Bereits als Kind war ich ein "Weltenbastler", ich wollte immer alles neu erfinden, umgestalten, Geschichten umdichten und mir neue Dinge einfallen lassen. Das führte dazu, dass ich neben imaginären Freunden aus einer anderen Welt auch eine eigene Sprache erfand, um mich mit dieser Welt zu identifizieren, sie lebbar zu machen. Ich hatte immer eine große Fantasie, die ausgelebt werden wollte.

 

So wurde aus den Bäumen des Apfelhofes meiner Großeltern ein magisches Schloss, das durch einen reißenden Fluss (in Echt ein kleiner Entwässerungsgraben) von einem Paralleluniversum mit einem weiteren magischen Schloss getrennt war. Nur durch gewisse Schrittfolgen kam man nun in diese andere Welt, die natürlich nur ich und meine damalige Nachbarin und Sandkastenfreundin wahrnehmen konnten. Ein bisschen so wie in dem Film "Brücke nach Terabithia" hatten wir beide, die auch noch am selben Tag geboren wurden, uns unsere geheimen kleinen Reiche geschaffen, in denen unsere Phantasien zusammenflossen. Nach einem Umzug verloren wir uns dann aus den Augen und so ging ich alleine weiter den Weg des Weltenbastlers. Erst Jahre später fanden wir wieder zu einander und arbeiteten gemeinsam mit einer weiteren Freundin an meiner Idee zum Egoric Empire (heute Empire of Light), eine Science-Fiction-Geschichte, die auf meinen frühen Ideen basiert und sich seit Jahrzehnten weiter ausbaut.

 

Magie und Science Fiction: 

Mich faszinierten Themen wie Magie aber auch Science-Fiction, als Kind der 80er kein Wunder, wuchs ich doch mit He-Man und Konsorten auf. Damals hatte irgendwie alles einen Anstrich von Magie oder Übersinnlichkeit, oft in Kombination mit Science-Fiction. Die Zukunft war ein Ort ungeahnter Möglichkeiten, Technologien sowie Welten und Magie konnte alles möglich machen. Perfekt für einen Weltenbauer. 

 

Wunschtraum Videokamera:

Nun hatte ich so viele tolle Ideen und wollte meine eigenen Filme machen...Doch wie bekam man sowas auf Band? Klar, eine Videokamera musste her. Leider waren die Dinger damals unbezahlbar und so blieb es leider nur ein Traum, den ich mir erst Jahre später erfüllen konnte. Gemeinsam mit Freunden drehten wir Filme über Raumschiffe im All - selbstverständlich eine Anlehnung an Star Trek, wenngleich mit eigener Hintergrundgeschichte und eigener Welt! Die Effekte waren dann Poster, die ich abfilmte und beleuchtete, eigentlich nicht besonders schön, aber irgendwie charmant. Ich verfilmte dann auch Hörspiele von He-Man und She-Ra, in dem ich in meinem Kinderzimmer Burgen aufbaute und die Spielzeugfiguren entsprechend platzierte. 

 

Der Weltenbastler am PC

Als ich in das Computerspiel-Alter kam, verliebte ich mich in Spiele wie Sim City, Sim Life und Civilisation - alles Spiele, mit denen man eigene Welten, Karten, Reiche und Städte errichten konnte. Blöd fand ich es, wenn man keine eigenen Namen vergeben konnte und an ein Konzept gebunden war, das nicht viel Raum für eigene Ideen ließ. Deswegen wollte ich dann irgendwann meine Ideen in diese Spiele einfließen lassen, was natürlich nicht ging. Ich hatte früher schon Textadventures programmiert, aber komplexe Spiele waren dann für mich diverse Nummern zu hoch. Immerhin erlernte ich eigenständig Quick Basic und programmierte eigene Anwendungen für DOS. Neues Ziel: Ein eigenes Betriebssystem erfinden. Getreu dem Motto, alles muss meinen persönlichen Anstrich bekommen. Auch das klappte natürlich nicht - wer sich auskennt, weiß, dass man dafür schon sehr intensive Informatik-Kenntnisse benötigt, die mir natürlich fehlten, ebenso wie das mathematische Verständnis.

 

Mein Kryptonit: Mathe

Meine große Schwäche "Mathe" stand mir immer wieder im Weg. Sie passt nicht zu mir, Mathe ist starr und logisch - ich versuchte mich mal daran, eine eigene Rechenart zu erfinden und erschuf irgendwie einen höchst merkwürdigen und unnötigen Algorithmus, Hauptsache, ich hatte meine Gedanken da einfließen lassen. Mehr konnte ich dem nicht abgewinnen und scheiterte daran, Mathe in seinen Grundfesten zu begreifen. 

 

Mathe machte keinen Spaß, weil man damit nicht kreativ umgehen konnte. Wie sollte ich dieses Gebilde umgestalten und zu meinem eigenen machen? Das ging nicht und daher war es für mich irgendwie nicht zugänglich.

Ich konnte auch nicht einfach hinnehmen, dass man binomische Formeln mit der PQ-Formel lösen kann - wo war der Beweis? Warum war das so?

Nur wenn ich etwas verstanden hatte, konnte ich es verarbeiten, ich war intuitiv, erarbeitete mir alles mit meinem Gefühl und meinem Einfühlungsvermögen. Mathematische Beweise waren jedoch zu komplex für mich und so scheiterte ich reihenweise daran, Mathe als ein Werkzeug zu benutzen, da ich es nicht verstanden hatte. Vielleicht würde ich es heute besser machen. Es hat auf jeden Fall mein Abitur etwas verschlechtert und mir den Zugang zu den sehr spannenden Naturwissenschaften verbaut. Ich liebte Physik, denn es hatte irgendwie was von Star Trek und Science Fiction, und Magie konnte die Physik aushebeln, also wollte ich es schon begreifen. Warum nur, musste man in Physik immer alles er- und berechnen? Warum wurden aus Physikarbeiten Mathearbeiten? Ich konnte mir alles merken, was mit Physik zu tun hatte, die Formeln jedoch nicht. Ich entwickelte eine derartige Mathe-Phobie, dass ich irgendwann mit dem Taschenrechner 3+3 ausrechnen ließ, weil ich mir nicht mehr sicher war, ob ich es wirklich zuverlässig im Kopf berechnen würde. So verpatzte ich dann jede Klausur in Mathe, dabei war mein bester Kumpel ein Mathe-Genie und der beste der Klasse. Abschreiben klappte nicht, denn er ging immer verrückte und unorthodoxe Rechenwege - das wäre bei einer Mathe-Flasche wie mir unglaubwürdig gewesen...So klatschte mein Lehrer mir das Heft immer grimmig hin und bei meinem Kumpel kam er aus dem Grinsen nicht mehr raus.

 

Sprachen sind toll:

Sprachen faszinierten mich und das schon als Kind. Ich guckte He-Man auf Cartoon Network mit englischen Originalton, verstand kein Wort und saß dennoch gebannt davor. Ich lernte das Intro auswendig, obwohl ich nicht einmal wusste, welche Worte verwendet wurden. Jahre später fand ich den Vorspann auf Englisch bei Youtube und ich konnte tatsächlich irgendwie noch den Text, nun sogar ganz korrekt, da ich Englisch mittlerweile fließend spreche. Sprachen öffnen Türen und knüpfen Kontakte, sie sind irgendwie intuitiv jedoch nicht chaotisch, sie sind lebendig und wandelbar. Besonders spannend finde ich Etymologie und die Herkunft der verschiedenen Sprachen. Wie haben sich Laute verändert und warum, damit aus dem Wort "Tegelum" Ziegel wird? Wie stehen Ego und Ich in Verbindung? Wen's interessiert kann es unter [] nachlesen.

 

Ich bin irgendwie ja auch zweisprachig aufgewachsen, denn meine Großeltern sprachen Plattdütsch, was ich sehr befremdlich fand. Manchmal habe ich gar nichts verstanden, wenn die Erwachsenen unter einander sprachen. Zusätzlich war ich großer Fan der EAV aus Österreich, die ja ein noch anderes Deutsch sprachen. Ich bin überzeugt, dass diese Vielfalt an Dialekten, die im Alltag vorkamen, meine Sprachfähigkeiten enorm beeinflusst haben. Ich lernte Englisch, Französisch und Latein an der Schule. Latein fand ich sogar am Anfang richtig spannend, aber verlor irgendwann das Interesse. Ich wollte Latein sprechen können, ich wollte die Sprache hören und fühlen, nicht übersetzen...Heute gibt es bei Wikipedia einen tollen Artikel über die Aussprache des Lateinischen - warum gab es da früher nicht? Ich las immer alles Schwedisch vor, weil ich es anders klingen lassen wollte, als die typisch deutsche Aussprache - ja, ich war in Freak und Außenseiter :-) ich hatte mit 14 begonnen, Schwedisch zu lernen, weil ich einen Brieffreund in Schweden hatte, auch heute noch irgendwie habe, und oft in Schweden war. 

 

Musik und Gesang:

Eine weitere Domäne, die ich liebte und mir zu Eigen machen wollte, war die Musik. Ich habe schon als Kind gerne gesungen, meine Mutter und ich taten dies auch leidenschaftlich gerne bei jeder Autofahrt. Irgendwann begann ich meine eigenen Texte intuitiv drüber zu singen, damit "redete" ich mir häufig auch Probleme von der Seele. Die Texte drehten sich dann natürlich auch um irgendwelche Teenie-Probleme, die man ja so kennt. Es half mir jedoch sehr, damit umzugehen, und ich fing irgendwann an, meine eigenen Lieder auf dem Keyboard zu klimpern. Leider hatte ich damals keinen Bock auf Unterricht, was ich heute massiv bereue. Hätte ich bloß damals schon Gesangs- und Keyboard-Unterricht genommen, das wäre klasse gewesen. Dafür war ich aber zu unsicher und meine Lebensumstände etwas schwieriger. 

 

Egoric Empire:

Was als Kind begann, wurde im Teenie-Alter zu einem Großprojekt. Ich inspirierte Freunde dazu, an meiner eigenen Fantasie-Welt teilzunehmen. Gemeinsam schufen wir die Welt von Egoric Empire, einer Geschichte um Völker aus der Andromeda Galaxie. Jeder hatte sein eigenes Volk oder war Teil eines Volkes. Wir saßen teilweise stundenlang zusammen und dachten uns Details aus. Ich schrieb seitenweise Berichte über die Dinge, die wir erarbeitet hatten. Alles sollte zusammenpassen und logisch sein. Ich schuf meine eigene Sprache mit eigenen Schriftzeichen - die mir mal beim Schummeln in Chemie geholfen habe, da sie eine schwierige Formel auf der Federtasche darstellten - und so taten es andere ebenfalls. Wir schrieben uns Briefe in den Schriftzeichen, lernten unsere Sprachen etc. Irgdnwann brachen dann die Freunde weg, es waren dann nur noch eine sehr enge Freundin übrig. Dann tauchte meine alte Sandkastenfreundin wieder auf und wurde sogleich Teil des Projektes. Auch sie baute ihre Welt in unsere ein. Egoric Empire, was ursprünglich von Eggorlo (Olrogge Rückwärts) abgeleitet wurde, wurde so etwas wie ein Rahmen für verschiedene Ideen und Geschichten. Jeder hatte Platz für seine eigene Welt. Doch auch das hielt nur einige Jahre, dann kam ja das Studium und das Leben änderte sich. Ich habe jedoch nicht aufgegeben und arbeite noch immer daran...

 

Fazit:

Es ist nicht leicht, ein Weltenbauer zu sein, denn es gibt so vieles, was man gestalten und ändern möchte, so viele Ideen und Projekte...Nicht immer hat man die Fähigkeiten, das umzugestalten oder zu bauen, was man sich vorstellt. Man braucht eigentlich viele Menschen, die gerne umsetzen und keine eigenen Ideen verwirklichen wollen. Routine liegt einem Weltenbauer nicht, er will seine Ideen verwirklichen und nicht bestehende Dinge so lassen, wie sie sind oder gar dafür zu sorgen, dass sie bleiben wie sie sind. Weltenbauer wollen verändern, sie wollen sich einbringen und sich hineingeben, was sie mit großer Leidenschaft tun. Was sie nicht können, bringen sie sich bei, erarbeiten sich das Nötige, um das Ziel zu erreichen. Und zum Glück muss man nicht alles können, es gibt ja für alles Experten, mit denen ein Weltenbauer zusammenarbeiten kann.